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    Home»Ausland»USA-Spanien Militärstützpunkte: Trump droht, Madrid widerspricht
    Ausland

    USA-Spanien Militärstützpunkte: Trump droht, Madrid widerspricht

    By March 5, 2026No Comments3 Mins Read
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    Die Spannungen zwischen den USA und Spanien eskalieren weiter, nachdem widersprüchliche Angaben zur künftigen Nutzung spanischer Militärstützpunkte für potenzielle Angriffe auf Iran die diplomatischen Beziehungen belasten. Eine Sprecherin von US-Präsident Donald Trump behauptete am Mittwoch, Madrid habe dem Druck aus Washington nachgegeben und einer Zusammenarbeit zugestimmt, ohne Details zu nennen. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte, Spanien habe die „Botschaft des Präsidenten laut und deutlich gehört“. Dieser Darstellung widersprach der spanische Außenminister Jose Manuel Albares jedoch vehement im Radiosender Cadena Ser, indem er kategorisch verneinte, dass sich die Haltung der Regierung zur Nutzung spanischer Stützpunkte für die Bombardierung Irans geändert habe. Albares betonte, er wisse nicht, worauf sich die US-Angaben bezögen, und verwies darauf, dass es nicht das erste Mal sei, dass Äußerungen der US-Regierung von der Gegenseite nicht bestätigt wurden. Die spanischen Basen, insbesondere der Stützpunkt Rota in Andalusien, spielen eine Schlüsselrolle im weitverzweigten Netzwerk des US-Militärs als Drehkreuz für Flüge in den Nahen Osten.

    Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez bekräftigte in einer Fernsehansprache an die Nation seine strikte Ablehnung von US-Angriffen auf Iran. Er warnte davor, mit dem Leben von Millionen Menschen russisches Roulette zu spielen, da dies die großen Katastrophen der Menschheit einleiten könnte. Seine Stellvertreterin Maria Jesus Montero unterstrich zuvor, Spanien werde kein „Vasall“ eines anderen Landes sein. Die deutliche Haltung Madrids führte zu scharfer Kritik von US-Präsident Trump, der sich am Vortag bei einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz über das „schreckliche Verhalten“ Spaniens beschwerte. Trump bezeichnete Spanien als „unfreundlich“, da es die Nutzung seiner Stützpunkte verweigere, und kündigte an, seinen Finanzminister Scott Bessent angewiesen zu haben, „alle Deals“ mit Madrid einzustellen. Welche Abkommen davon betroffen sein würden, blieb zunächst unklar.

    Das Verhalten von Bundeskanzler Friedrich Merz während Trumps öffentlicher Schelte sorgte in Madrid für Irritationen. Merz ging vor laufenden Kameras im Weißen Haus nicht auf Trumps Angriffe ein, erklärte jedoch später, er habe Trump ohne Anwesenheit der Presse seine Meinung dazu klar gesagt. Spaniens Außenminister Albares übermittelte Deutschland daraufhin seine „Überraschung“ über die mangelnde Solidarität des Bundeskanzlers in der Öffentlichkeit. Spanische Medien werteten die späteren Äußerungen des Kanzlers als Versuch, sein anfängliches Schweigen zu korrigieren. Ministerpräsident Sánchez erwähnte Merz zwar nicht direkt, äußerte jedoch, es sei „naiv zu glauben, dass blinder und unterwürfiger Gehorsam Führung bedeutet“, eine Aussage, die als indirekte Kritik an Merz verstanden wurde.

    Später trat Kanzler Merz jedoch der Drohung Trumps entgegen, die Wirtschaftsbeziehungen zu Spanien zu kappen. Er betonte, Spanien sei Mitglied der EU, und Verhandlungen über ein Zollabkommen mit den USA würden nur gemeinsam oder gar nicht geführt. Diese Klarstellung des Kanzlers wurde in Berlin von Regierungssprecher Stefan Kornelius bestätigt, der Merz’ Vorgehen als nachträgliche Klarstellung darstellte. Auch die EU-Kommission solidarisierte sich mit Spanien und warnte Trump davor, Madrid mit einem Handelsembargo zu belegen. Ein Sprecher der EU-Kommission von Ursula von der Leyen erklärte die Bereitschaft, im Rahmen der gemeinsamen Handelspolitik zu handeln, falls dies zur Wahrung der EU-Interessen erforderlich sei, und forderte die USA auf, sich an Handelsabsprachen zu halten.

    Source: Read Original

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